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2. Stern im Gault Millau 2012 für die Bergsträßer Winzer eG... Pfad News: Eine neue Station ist soeben fertig gestellt. Siehe unter Stationen "Aromabar"...

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Zufallsbild "links und rechts des Pfades"

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Die "Story" vom Pfad PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: WebAdmin   
Montag, 12. Januar 2009 um 14:51 Uhr

Kleine Pfadgeschichte 

Am 16. August 2005 um 13:39 war die eigentliche Geburtsstunde des Erlebnispfades Wein und Stein.

In einem Email an Herrn Prof. Dr. Karl Josef Sabel vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie stellte ich an diesem Tag die Frage, ob er sich so einen Pfad in Kooperation mit dem UNESCO-Geopark Bergstrasse Odenwald vorstellen könnte. Auslöser war die gerade stattfindende Exkursion der deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft in Heppenheim. Zum ersten Mal sprach ich mit jemanden über meinem Traum von einem geologischen Weinlehrpfad, der die engen Beziehungen und Verflechtungen von Wein, Rebstock, Boden und Gestein in unserer Region vor Augen führen sollte.

Der Geburt war eine längere "Schwangerschaft" vorausgegangen, denn der Traum war in vielen Jahren zuvor gereift. Angefangen hatte es mit der Idee, Hobby (Mineraliensammeln) und Beruf (Dipl. Weinbauingenieur) irgendwie zu verknüpfen. Zu augenfällig waren die zahlreichen Schnittstellen und Parallelen zwischen beiden Fachgebieten, die mich fast zwangsläufig dazu inspirierten.

Das Erste war naheliegend: Einen Wein mit einem Etikett ausstatten, das Mineralien zeigte. Möglichst aus dem Odenwald sollten diese sein. Aber woher ein gutes Foto bekommen? Unsere Odenwald-Mineralien sind zwar sehr interessant, aber es gab zu wenig qualitativ gute Fotos. Mineralienfotografie ist schließlich sehr schwer und gute Fotografen selten. Also blieb es ein paar Jahre bei der Idee.

Dafür konnte ich mir in dieser Zeit einen anderen Wunsch erfüllen. Seit dem Berufspraktikum 1976 im Institut für Rebenzüchtung in Geisenheim hatte ich immer wieder an die wenigen dort im kleinen Glasballon vergorenen Liter einer Rebsorte gedacht, die damals kaum noch angebaut wurde: Der blaue Saint Laurent. 

Doch in diesen Jahren war die Bergstrasse noch ein reines Weißweingebiet. Rotwein war kein Thema; geschweige denn Saint Laurent. Zwanzig Jahre später war die Zeit mit Hilfe des Rotweinbooms aber reif: Einen Hektar groß wurde die erste Pflanzung im Heppenheimer Stemmler !Und noch etwas wurde in dem Weinberg "versteckt": Die ersten 5 Pflanzen des "roten Rieslings" - dem Urvater der wichtigsten deutschen Rebsorte Riesling.

Wieder ein Jahr später: Der erste Wein war gerade im Holzfass fertig vergoren und in der ersten Jungweinprobe faszinierte uns die Farbe und sein an Kirschen erinnernder Geschmack. Jetzt half Kommissar Zufall weiter: Wenige Tage später sollte der Besuch der Mineralienbörse in Heidelberg dazu dienen, die Sammlung im Dachgeschoß durch ein weiteres Unikat zu bereichern. Das war auch bald gefunden. Ein wunderschöner Zinnoberkristall hatte mich fasziniert: Dem Anbieter sagte ich: „Der Kristall hat die gleiche Farbe wie unser Saint-Laurent! Davon wünsche ich mir ein Foto für ein Wein-Etikett!“.

 „Können Sie von mir haben!“ Der die trockene Antwort gab, war Herr Gerd Wiedenbeck. Und seine Spezialität war Mineralienfotografie! Kurze Zeit später war das erste Etikett „Wein und Stein“ geboren. Später wurde daraus eine ganze Serie. Das sechste Etikett wurde zum Frühjahr 2007 fertig.

Was dann folgte, war kein Zufall mehr, sondern eher zwangsläufig: Zum Adventsmarkt im Jahr 2000 veranstaltete die Bergsträsser Winzer eG eine Ausstellung „Wein und Stein“. Vorträge,  Mineralienausstellung und eine Ausstellung der Originalausgabe der "Standortkartierung der Bergstrasse" aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts waren da schon Bestandteil und gaben mir Gelegenheit, mit Schautafeln Zusammenhänge zwischen unserer geologischen Vergangenheit und unseren Weinen anzusprechen.

Diese Ausstellung fiel zufällig in die Zeit einer anderen „Schwangerschaft“: Landrat Norbert Hofmann verfolgte seinerseits die Idee des „Geoparks“ Bergstrasse-Odenwald, der die Stärken unserer Region und Heimat nach draußen tragen könnte. Was lag da näher, als bei der Umsetzung des Projektes  einen „Geopark-Wein“ zu füllen? Und siehe da, möglicherweise war es gerade der Tropfen von der Bergstrasse, der die strenge Kommission dazu animierte, überraschend schnell das Geopark-Siegel an die kleine Bergsträsser Truppe zu vergeben, die zur Bewerbung  in die Wachau gereist war…

Die Kooperation zwischen Bergsträsser Winzer eG und Geopark war erfolgreich und weitere Ideen wurden umgesetzt. Ein Geopark-Sekt folgte. Bei der Auswahl tauchte zwangsläufig immer die Lage Steinkopf auf. Und als die Exkursion der Tagungsteilnehmer im August 2005 in einer Grabung das Bodenprofil genau dort unter die Lupe nahm, machte es „klick“. Am nächsten Tag schrieb ich das eingangs erwähnte Mail…

Keine 24 Stunden später war die Antwort von Herrn Prof. K.J. Sabel da: „Ja, das HLUG macht mit ! Die Kooperation mit dem Geopark ist prima“. Noch am gleichen Tag weihte ich Herrn Otto Guthier, Geschäftsführer der Bergsträsser Winzer eG und Vorsitzender des Weinbauverbandes Hessische Bergstrasse ein. Ein Termin mit den Vertretern des Geoparks wurde vereinbart. Das schnelle Signal von Frau Dr. Jutta Weber und Herrn Reinhard Diehl: "Ja, dass passt in unser Geopark-Konzept!"

Im September 2006 deutete ich unserem Bürgermeister Herrn Gerhard Herbert beim Zusammentreffen auf dem Bensheimer Winzerfest an:  „Es kann sein, dass da was auf Heppenheim zukommt…“

Im Oktober 2006 gab es die ersten Gespräche mit Herrn Prof. Ernst Rühl vom Institut für Rebenzüchtung in Geisenheim über mögliche Formen der Beteiligung am Projekt. Auch hier sofort die Antwort: „Wir machen mit und bringen gleich noch die Bundesforschungsanstalt als Partner mit.“ Schon zehn Jahre zuvor hatte mir das Institut ein Geburtstagsgeschenk gemacht und genau an dem Tage das Willbacher-Projekt  zum Erhalt dieser alten Sorte begonnen. Was lag da näher, nun die erste Auspflanzung der Forschungsergebnisse auch am geplanten Erlebnispfad unterzubringen?

Am 26. Oktober stellte Frau Dr. Jutta Weber das erste schon sehr konkrete Konzept vor. Die Ausführung sollte im Geopark-Design erfolgen. Die ersten Vorschläge für Stationen entstanden, die Wegstrecke wurde angedacht und Plätze für die Schilder ausfindig gemacht. Eine Präsentation wurde erstellt, um auch mögliche Sponsoren ansprechen zu können.

Am 25.11.2006 präsentierte sich der Geopark beim Adventsmarkt der Bergsträsser Winzer eG und Geschäftsführer Herr Reinhard Diehl zeigt den Gästen eine eindrucksvolle Show des Geoparks und wir konnten ankündigen, dass da eine weitere Kooperation mit dem Geopark „im Busch ist“.  Direkt im Anschluss sagte mir Herr Gerhard Röhrig auf meine Frage spontan zu, das Projekt zu unterstützen. Ein Stein fiel mir im wahrsten Sinne des Wortes vom Herzen. Am Schluß waren es ganze 35 Tonnen Steine, die heute entlang des Pfades stehen.. Die Zusage von Herrn Röhrig macht Mut, weitere Sponsoren anzusprechen.

Am 1.12.2005 erstellten wir zusammen mit dem Geopark einen Kostenrahmen und am 12.12.2005 bekräftigten Bergsträsser Winzer eG und UNESCO-Geopark in einem Schreiben ans Ministerium für Verbraucherschutz, Umwelt und ländlichen Raum ihre Kooperation mit der Bitte um Unterstützung.

Das Weinbauamt Eltville wurde am 15.12.2005 informiert und auch von dort kommt sofort die Zusage der Unterstützung insbesondere des Rebsortenprojektes mit einer Sondergenehmigung bezüglich der Anpflanzung bestimmter Sorten.

Am 30.12.2005 beschlossen Vorstand und Aufsichtsrat der Bergsträsser Winzer eG einstimmig, den Pfad in Angriff zu nehmen. Man versprach sich, einen weiteren Baustein fürs „Eventmarketing“ zu bekommen.

Anfang 2006 sagten auch die Firmen Josef Schmitt und Marmor-Lulay sofort zu. Die Zustimmung macht Mut, denn bis zu diesem Termin hatte noch keiner, der angesprochen wurde länger als 30 Sekunden gezögert, mitzumachen!

Am 24.1.2006 wurd die Strecke festgelegt und eine der wichtigsten Zusagen für einen wichtigen kulturhistorischen Schlüsselteil des Projektes, den Weinberg mit den autochtonen Rebsorten, kam von Familie Rau. Sie würde diesen Weinberg bewirtschaften.

Am 7.2.2006 wurde Herr Bürgermeister Gerhard Herbert über die konkreten Planungen unterrichtet und versprach, bis zur Eröffnung des Pfades, den fast 40 Jahre alten Winzerbrunnen instand setzen zu lassen. Der Brunnen sollte in seinem Jubiläumsjahr zum Start– und Zielpunkt des Erlebnispfades werden, da eine innerstädtische Parkmöglichkeit benötigt wurde.

Am 14.2.2006 bekräftigten alle bis dahin beteiligten Teilnehmer und Partner des Projektes ihren Part durchzuführen. Man wartete nun auf die Zusage zur Förderung aus dem Ministerium.

Diese kam am 13.6.2006. Damit war der Rest der Finanzierung gesichert. Es konnte losgehen. Im Geisenheimer Institut Geisenheim wurden die ersten Reben getopft und vorgetrieben und schon am 6.7.2006 verblüffte der Bürgermeister alle: Der Winzerbrunnen läuft schon wieder und im ersten Pressetermin kündigten UNESCO-Geopark und Bergsträsser Winzer eG in der Öffentlichkeit das Kooperationsprojekt an. Der Zeitrahmen war extrem ehrgeizig, denn schon 9 Monate später sollte das Kind zur Welt kommen…

Am 8.7.2006 pflanzten drei Winzergenerationen den historischen Weinberg mit autochtonen Rebsorten und am 18.7.2006 schwebte das Vino-Kino-Fass auf seinem neuen Standort ein.

Dann folgte kaum noch ein Tag, an dem nicht die Abendstunden draufgingen, um Material und Fotos zu sammeln, das für den Pfad interessant sein könnte. Das Fotoarchiv war schon in den Vorjahren entstanden. An den Wochenenden wurde geordnet und erste Schildertexte entworfen. Hunderte von Mails wanderten zwischen Frau Dr. Weber,  Frau Susanne Bühn, die das Layout erstellte, und mir hin und her. Im November und Dezember 2006 gab es die ersten Entwürfe. Ein Urlaub in der Oberpfalz wurde zum Arbeitsurlaub für die Entwürfe der Lehrtafeln. So waren die theoretischen Voraussetzungen geschaffen, vielleicht doch noch den engen Terminplan einhalten zu können.

Weitere Gespräche mit möglichen Sponsoren fanden statt und bei allen das gleiche frappierende Ergebnis:  Jeder war sofort dabei! Es bedurfte nur weniger Worte. Am Ende war es fast schon ein bisschen schwierig, noch geeigneten Platz für die Objekte zu finden.

Erstmals in den Gesprächen mit Herrn Ernst Goss, der die erste große Steinskulptur "Custode dei vigneti" stiftete gab es so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl der Beteiligten, zusammen etwas Großes zu bewerkstelligen, das keiner allein hätte erreichen können. Ein Gefühl, das sich bald auch bei allen anderen Betroffenen einstellte, die in irgendeiner Form beteiligt waren. Angefangen vom gesamten Geopark-Team mit Montage und Aufstellung der Schilder und Wegweiser. Herr Gerhard Röhrig nahm sich mehrfach die Zeit, bei der Auswahl der Granit-Blöcke zu helfen.  Die Herren Schmitt übertrafen die ursprüngliche Zusage für die Markierungen mit zusätzlichen Texten an besondern Steinen. Die Mitarbeiter des Gewässerverbandes, die uns unter der Leitung von Ewald Röder mit dem Kran beim Aufstellen der Steine tatkräftig unterstützten, gaben sich besondere Mühe, jeden Stein mit seiner Schokoladenseite ins rechte Bild zu setzen.  Eine regelrecht euphorische Begeisterung legten die Mitarbeiter der Firma Kilian an den Tag, als sie bemerkten, dass die neue Steinflasche etwas bis dato Einmaliges war. Nachdem diese als erstes weithin sichtbares Objekt am Steinkopf zu sehen war, waren es dann die Spaziergänger und Wanderer, die vor den ersten Schildern standen und mit ihrer positiven Reaktion einen weiteren Motivationsschub auslösten.

So fiel es in den rasend schnell vergehenden Wochen leichter, alles in Angriff zu nehmen. „Wir freuen uns, dass hier etwas passiert“ war einer der meist zu hörenden Sätze, wenn ein neuer Sponsor zum „Club“ beitrat. Verkehrs– und Heimatverein mit den Sitzbänken, Volksbank Bergstrasse mit der „strata montana“-Skulptur, Wohnbau Bergstrasse mit dem steinernen „Centurio“, Nibelungenland-Info mit „Terra Starkenburg“ seien als weitere Beispiele genannt. Ebenso wie die zahlreichen Firmen und Lieferanten, der Bergsträsser Winzer eG, die mit ihrer finanziellen Unterstützung Druck und Layout der Schilder finanzierten.

Besonderer Dank gilt den verschiedenen Autoren der Forschungsanstalt Geisenheim, auch Herrn Andreas Jung und Frau Sabine Knapp, die ihre Fachbeiträge  termingerecht einreichten.

Nächtelang waren die „Sitzungen“ mit Soundman Dirk Gugenberger beim Erstellen des riesigen Panoramabildes und beim Endschnitt der „Vino-Kino“-Filme, immer mit dem Ziel, der Perfektion ein Stückchen näher zu kommen. Damit diese heute auch unter Extremwitterungsbedingungen im Fass ablaufen können, sorgte Herr Bernhard Amthor mit der Beschaffung eines witterungssicheren Präsentationsbildschirms.

Der Dank wäre nicht komplett, wenn nicht auch die Winzer erwähnt würden, ohne die der Pfad nicht möglich gewesen wäre. Seien es die Mitglieder der Bergsträsser Winzer eG, aber auch die örtlichen Weingüter, die mit der Stellung von Flächen für Bänke und Skulpturen auch die Aufgabe übernommen haben, diese zu pflegen. Die Familie Rau, die den Willbacher-Weinberg baut, gehört ebenfalls dazu, wie die Mitarbeiter der Bergsträsser Winzer eG, die den Pfad auch künftig mit Leben erfüllen werden.

Es fällt schwer, an dieser Stelle all die unzähligen Eindrücke zusammenzufassen, die in den Wochen und Monaten des Aufbaus den „Wein- und Stein“-Pfad auch für mich zum Erlebnis machten. Es sei mir deshalb verziehen, wenn nicht alle Mitstreiter namentlich genannt werden können. 

Ich verbinde mit dem Pfad die Hoffnung, dass auch die künftigen Besucher des Pfades einen Hauch der Begeisterung für Boden, Wein und Landschaft in unserer Heimat verspüren, die treibende Kraft und Motivation für alle Beteiligten war. So sollte der Weinbau, der einst Anlass für die erste urkundliche Erwähnung Heppenheims war, auch in Zukunft eine tragende Rolle in der Geschichte unserer Stadt ausfüllen.

 

Nachtrag Weihnachten 2008:

Bis dahin war es eine Geschichte bis zur Eröffnung des Pfades. Ursprünglich sollte das Projekt damit beendet sein.

Doch der Pfad entwickelte ein "Eigenleben". Weitere Sponsoren kamen bald nach der Eröffnung hinzu. Unter Vermittlung von Herrn Landrat Mattias Wilkes förderte die Hessenagentur zusammen mit der Jägerschaft Heppenheims und Hambachs, den Firmen Kladek und Schilling und anderen Beteiligten den Bau der ersten Steinkopf-Webcam, der schon bald mit Hilfe weiterer Gönner die zweite folgte. Die Möglichkeit, die eigene Wanderung im Internet zu verewigen entwickelte sich sofort zum Renner. Freunde in aller Welt konnten nun gegrüßt werden und mancher verabredete sich, um zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwohin in der Welt Grüße zu senden oder um an Silvester dort oben um Mitternacht das neue Jahr zu begrüßen. 

Die Geocacher entdeckten den Georeferenzpunkt und erste Beiträge im Internet erschienen. Schulklassen machten Ausflüge und die Besucher der ersten Stunde brachten ganze Gruppen mit. Die Strecke wurde unter Google-Earth verlinkt, zahlreiche Artikel in Zeitungen und Büchern erschienen und zwischendurch gab es immer wieder neue Ideen und Kunstwerke. So wurde auch die Idee von Frau Dr. Weber zu einem "mediterranen Garten" aufgegriffen und konnte Dank tatkräftiger Unterstützung der Familie Goss (Wegebau im Steilhang), der Jäger, Hessen Forst, Gartenbaumschulen Darmstadt, KLARA-NET und vor allem der Sparkassenstiftung der Sparkasse Starkenburg umgesetzt werden. Letztere sorgte auch mit der Einrichtung eines Kunstweges im  mediterranen Garten mit insgesamt 5 Kunstwerken für eine große Aufwertung. Perfekt war das Timing: Die Einweihung des mediterranen Gartens erfolgte genau am bis dato heißesten Tag des Jahres. Schweißtropfen unter Palmen im Weinberg...

Ebenso unvergeßlich war die Einweihung der Skulptur "zwischen Granit und Sandstein wird der Wein geboren": Diesmal sorgte ein Gewittersturm mit Blitz und Donner für eine echte "Taufe" des Kunstwerks, das in den Wochen zuvor live im Weinberg von Frau Eva Gesine Wegner aus Stein gemeißelt worden war. Es soll an die Geburtshilfe des Kellermeisters bei der Weinwerdung erinnern und ist dem in den Ruhestand verabschiedeten langjährigen Kellermeister Hans Jürgen Weber gewidmet.

Und schließlich ging, nachdem weitere Erlebnispfadtafeln erstellt waren, ein besonderer persönlicher Wunsch in Erfüllung: Der Reblaus, der schließlich unsere Familie den Lebensunterhalt verdankt, sollte ein "Denkmal" gesetzt werden. Möglich wurde dies durch eine Verkettung von glücklichen Begenungen - allesamt am Erlebnispfad. Innerhalb einer einzigen Woche ergaben sich zufällige Bekanntschaften und Gespräche, die bald zur Skulptur "Aus die Laus" führten, entworfen vom Künstler Siegfried Speckhard und gestiftet von Frau Rosemarie Cohausz mit Unterstützung von Josef Sartorius und Gerhard Röhrig. Die Skulptur steht nur wenige Meter von der Stelle, an der die erste Reblaus nach ihrer Wanderschaft quer durch Europa eintraf und die Bergstrasse als letztes deutsches Weinbaugebiet besiedelte.

Mit der Prominentenweinlese durch die "Botschafter der Bergstrasse" führte der Landrat des Kreises Bergstrasse, welcher inzwischen die Patenschaft über den Weinberg mit alten Rebsorten übernommen hat, eine hoffentlich lange dauernde Tradition ein. Und mit einer gemeinsamen Weinlese der Bensheimer und Heppenheimer Magisträte am Pfad wurde der Tag der deutschen Einheit nun auch zwischen den beiden Nachbarstädten mit Leben erfüllt.

Und eine andere Idee ist inzwischen 14 Jahre nach der ersten Testpflanzung verwirklicht: Der rote Riesling hat eine Wiedergeburt erlebt und wir können heute (Stand März 2009) mit Stolz sagen, dass wir inzwischen die "weltgrößte" Pflanzung dieser Sorte ausgerechnet in Heppenheim im kleinsten deutschen Weinbaugebiet unser eigen nennen. Mit dieser Verknüpfung der Themen "Erhalt genetischer Ressourcen" mit den Erkenntnissen des Klimawandels kann es gelingen, den künftigen Erfordernissen Rechnung zu tragen. So bringt vielleicht eines der zentralen Anliegen des Pfades - der Hinweis auf den Klimawandel - eine Lösung aus der Vergangenheit, nämlich aus der mittelalterlichen Warmzeit, in der viele alte wärmeliebende Sorten einmal zur dreifachen deutschen Rebfläche bis hoch zur Nord- und Ostsee geführt hatten:

Inzwischen sind rund ein Dutzend Erlebnispfad-Führer im Einsatz, um die zahlreichen Exkursionen und Wanderungen zu begleiten und mein besonderer Dank gilt ihrem Engagement in der Freizeit! Ohne die zahlreichen Sponsoren und vielen hier leider ungenannten Helfer wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Ihnen allen ist es gelungen, ihre Verbundenheit zu uns Winzern und zu unserer Heimat und Weinregion in Deutschlands Frühlingsgarten zum Ausdruck zu bringen: Bergsträsser Wein ist nicht nur ein Getränk, es ist vielmehr ein Lebensgefühl.

Dieses Gefühl möchten wir auch unseren Gästen vermitteln. Ich hoffe daher, dass es auch in den nächsten Jahren gelingen wird, die Attraktiviät unseres Kooperationsprojektes weiter zu erhöhen. Dazu benötigen wir weitere Unterstützung und wir hoffen, dass wir vielleicht noch im Jahr 2009 den 100.sten Sponsor am Pfad begrüßen können.

Bald werden Sie hier die Möglichkeit vorfinden, sich im "Forum" als Mitglieder zu registrieren und eigene Anregungen, Beiträge zum Pfad oder auch Kritik anzubringen...

Auf Wiedersehen am Erlebnispfad Wein und Stein!

Reinhard Antes

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 30. April 2009 um 21:08 Uhr
 

Veranstaltungen Auswahl

  • Botschafterweinlese 2011

    zum Bericht in ECHO-Online.. und im morgenweb

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    Am 29.9.2011 fand die diesjährige Botschafterweinlese statt. Auf Einladung von Landrat Matthias Wilkes fanden sich mehrere "Botschafter der Bergstraße" im Weinberg auf dem Steinkopf ein. Sichtlichen Spaß machte Weinkönigin Melanie der Ritt auf einem alten Weinbergstrecker der Familie Rau. Mit Landrat Wilkes warb sie auch für die Herbstwanderung am Erlebnispfad Wein und Stein am 3. Oktober.

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    Unter der Aufsicht von Weinkönigin Melanie ernteten die Botschafter der Bergstraße über 50 historische Rebsorten für das Cuveé "Botschafter der Bergstraße".

    Die Lese war Live in der Steinkopfcam zu verfolgen.

    Klaus Schlapper ist bisheriger Rekordhalter: Er war bei allen 4 Leseterminen immer dabei.

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    Dr. Holger Zinke (B.R.A.I.N.-AG) konnte sich erinnern, dass er vor vielen Jahren genau im selben Weinberg - damals bei dem früheren Bewirtschafter - zur Lese dabei war. Er übernahm einer Tradition folgend die Aufgabe, die Lesetermine und Ergebnisse zu "protokollieren".

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    Die Blütenwegjazzer waren in Mehzahl mit Familie betreten und gaben den Ton an..

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    Dr. Jürgen Gromer, Präsident der TYCO-Electronics unterstützte ebenfalls die Familie Rai bei der Ernte des Weinbergs.

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    Mit 96 Grad Oechsle erzielte der Rotling (rote und weiße Sorten werden gemeinsam gekeltert) vom Heppenheimer Steinkopf das bislang deutlich beste Ergebnis. Rund 500 Flaschen werden es auch in diesem Jahr werden, die mit den Unterschriften aller Botschafter der Bergstraße auf dem Etikett eine besondere Rarität darstellen:

    Lisa Edling

    Timo Hildebrand

    Original Blütenweg Jazzer

    Klaus Schlappner

    Nicole Reinhardt

    Franz Lambert

    Reinhold Joest

    Dr. Jürgen Gromer

    Sebastian Vettel

    Walter Renneisen

    Harald zur Hausen

    Dr. Holger Zinke

    Botschafteretikett mit Unterschrift Sebastian Vettel

    Das Etikett des Botschafterweins. Ein Wein mit größter genetischer Vielfalt und mit den Unterschriften aller Botschafter der Bergstraße.

    mehr zum Thema historische Rebsorten

    Unten Bilder der Lese 2011

     

     

     

  • HESSEN trifft BADEN - Öffentliche Weinprobe

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  • Herbstwanderungen der "Teufelswinzer" am Erlebnispfad

    Immer am 3. Oktober!

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  • Wein- und Sektfest der Bergsträsser Winzer eG

    Unser nächstes Wein- & Sektfest findet statt: 26.-28. August 2011

    Alljährlich findet am letzten Wochenende im August unser großes Wein- und Sektfest auf dem Gelände der Bergsträßer Winzer eG statt, zu dem wir Sie herzlich einladen. (so finden Sie uns)
    Neben einem Musikunterhaltung stehen Informationen rund um das Thema Wein- und Sekt auf dem Programm. Bei Kellereiführungen, Planwagenfahrten durch die Weinberge und Weinproben vermitteln wir wissenswertes um unseren Bergsträßer Weinbau, unsere edlen Weine und spritzigen Sekte.

    Das 3-Tage-Programm von Freitag bis Sonntag:
    Freitag, 26. August 2011

    19.00 Uhr
    RARITÄTENWEINPROBE
    "Riesling-Raritäten aus sechs Jahrzehnten"
    Unser Kellermeister Gerhard Weiß wartet mit exklusiven Bergsträßer Riesling-Weinen aus sechs Jahrzehnten in unserem Holzfasskeller auf. Lassen Sie sich von unseren Gaumenfreuden begeistern und fühlen Sie sich wohl bei interessanten Informationen rund um unsere Weine und den Bergsträßer Weinbau.
    Preis: 24,- EUR pro Person
    Karten sind bereits im Vorverkauf erhältlich.

    20.00 Uhr
    Musikunterhaltung
    Es erwartet Sie ein unterhaltsamer Abend auf unserem Hofgelände.
    Preis:
    Eintritt frei

    Samstag, 27. August 2011
    Unser Weinfest beginnt heute ab 16.00 Uhr ... besuchen Sie unsere Kellerführungen (bis 18.00 Uhr), Planwagenfahrten (bis 21.00 Uhr) und genießen Sie unsere Weine und Sekte.
    ABENDPROGRAMM:

    20.00 Uhr

    7. PRIMASECCO-NIGHT
    mit der "Swing Company Heidelberg"

     

     

    hier geht´s weiter zur Programm-Vorschau (Echo-Online)....

    mehr dazu (Echo-Online)

    und hier Infos zu einer neuen Attraktion am Pfad...

     

    BGW-Weinfest mit Attraktion: Wohltätige Versteigerung von "Vettel"-Sekt

    mehr (Echo-Online)

    Das dürfte nicht nur Formel 1-Fans interessieren. Am kommenden Sonntag, den 29. August 2010 versteigert die Bergsträßer Winzer eG während ihres 27. Wein- und Sektfest, drei von dem Heppenheimer Formel 1-Star handsignierte Doppelmagnum-Flaschen Sekt für wohltätige Zwecke.

    Während des "Sebastian Vettel´s Home Run" am 18. Juli in Heppenheim, nahm sich Sebastian Vettel die Zeit und signierte die Sektflaschen.

    Bei den Doppelmagnum-Flaschen mit drei Liter Inhalt, handelt es sich um extra-trockene Riesling Sekte aus der Lage Heppenheimer Schloßberg von der Bergsträßer Winzer eG.

    Der Erlös der versteigerten Flaschen wird zum einen dem Heppenheimer Matthias Degenhardt, der seit einem schweren Unfall im August letzten Jahres eine Querschnittslähmung davonträgt, zugute kommen. Ebenso werden "Nachbarn in Not und "Die Tafeln" (Bensheim) bedacht werden.

    Die Versteigerung der Sektflaschen findet während des Auftritts der Original-Blütenweg-Jazzer aus dem benachbarten Bensheim am Sonntag, 29. August um 12 Uhr statt. "Nicht nur das Publikum während des Jazzfrühschoppens kann an der Versteigerung teilnehmen, ab sofort können persönlich in unserem Weinfachgeschäft, oder per E-Mail (an Herrn Otto Guthier unter og@BWeG.de) Gebote eingereicht werden" betont Geschäftsführer Otto Guthier.

    Das 27. Wein- und Sektfest der BGW bietet auch in diesem Jahr wieder an drei Tagen ein abwechslungsreiches Programm. Neben Weinproben, Kellerführungen, Weinbergsrundfahrten, Musikunterhaltung stehen auch wieder Wanderungen auf dem Weinerlebnispfad "Wein & Stein" an. Diesem wird zudem am Freitag, 27. August um 19 Uhr die Urkunde "Höhepunkte der Weinkultur" verliehen. Diese Auszeichnung und Übergabe der Urkunde, wird von Frau Monika Reule, Chefin des Deutschen Weininstitutes an Herrn Reinhard Antes, Vorstandsvorsitzender der BGW und Herrn Reinhard Diehl vom UNESCO-Geopark verliehen. Besucher und Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen.

    Am Samstag, den 28. August findet wieder die beliebte "Primasecco-Night", begleitet von der Swing Company Heidelberg statt, bevor um 20.30 Uhr die Fackelwanderung über den Erlebnispfad startet.

    Am Sonntag, 29. August, ab 11 Uhr erwarten die Original Blütenweg-Jazzer zum Jazzfrühschoppen unsere Besucher. Ab 14.30 Uhr spielt Soundman Dirk Gugenberger mit Unterhaltungsmusik bis in die Abendstunden auf.

    Weitere Informationen und das komplettes Programm finden Sie im Internet unter www.BWeG.de.

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  • Mandy Großgarten in Heppenheim

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  • Bergsträsser Weinmarkt ...

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  • „Kulinarische Weingala“

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  • Jahrgangspräsentation

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  • "Geführte Wanderung auf dem Erlebnispfad Wein & Stein“

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  • Sebastian Vettel Formel 1 Weltmeister!

    Der 14. November 2010 war ein bedeutsamer Tag für Heppenheim. Als jüngster Formel 1 Fahrer der Geschichte gewann Sebastian Vettel den Weltmeistertitel und wurde zum berühmtesten Sohn unserer Stadt.

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