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Pflanzennährstoffe und ihre Eigenschaften PDF Drucken E-Mail

(C) Reinhard Antes

Neben den Hauptnährstoffen Kohlenstoff (C) Wasserstoff (H) Sauerstoff (O) , die die Hauptbestandteile organischer Strukturen darstellen benötigt die Rebe vor allem:

Nichtmetalle: Stickstoff (N), Schwefel (S), Phosphor (P), Bor (B), Silizium (Si)

Die freien Elektronenpaare des Schwefels und des Stickstoffs ermöglichen Chelatbindungen. Phosphat, Borat und Silikat bilden Ester mit pflanzeneigenen alkoholischen Gruppen

Alkali- und Erdalkalimetalle: Kalium (K), Natrium (Na), Magnesium (Mg), Calcium (Ca)

Sie werden in höheren Mengen als Kation aus dem Boden aufgenommen und vorwiegend sorptiv an die organische Substanz gebunden. Sie können sich leicht gegenseitig verdrängen. Sie haben vorwiegend Wirkungen auf den Quellungsgrad der Zellen. Mängel führen daher vorwiegend bei Streß (Trockenheit, Frost) zum Absterben von Zellen. Magnesium hat spezifische Funktionen als Enzymaktivator (z.B. bei der Stickstoffsynthese)

Schwermetalle: Eisen (Fe), Mangan (Mn), Kupfer (Cu), Zink (Zn), Molybdän (Mo).

Sie sind vorwiegend Metallkomponenten in Enzymen. Bei Mangel wird häufig die Photosynthese (Bildung des Blattgrüns) negativ beeinflusst. Die Blätter werden gelb.

 

Phosphor

Das Nährelement Phosphor ist im Organismus der Rebe an nahezu alle wichtigen Stoffwechselvorgänge gebunden. Die Aufnahme über die Wurzel erfolgt als Phosphat-Ion. Es ist in der Pflanze sehr gut beweglich. Phosphat ist wesentlicher Bestandteil der Nucleinsäuren. Es hat somit eine überragende Bedeutung im Eiweißstoffwechsel. Zusammen mit einer Stickstoffbase und einer Pentose (5er-Zucker) ist Phosphat Baustein der Nucleotide und damit Grundsubstanz für die Synthese und Prozesse (Phosphorylierung) der stoffwechselphysiologisch wichtigen Koenzyme. Die Speicherung von Phosphor erfolgt vor allem in den Traubenkernen. Mit der Reife wird Phosphat aus den alternden Rebteilen (Blättern) entzogen und dort eingelagert. Somit ist der Phosphatgehalt in aktiven jungen Teilen hoch, in alten Teilen eher niedrig. Phosphormangelsymptome sind kleine Blätter mit starrer Haltung (Starrtracht).

Nahezu alle Bergsträßer Böden weisen eine sehr gute Phosphatversorgung auf. Eine Düngung dieses Nährstoffs ist so gut wie nie erforderlich.

Kalium

Kalium ist für den Stoffwechsel der Rebe das wichtigste Nährelement. Es ist in der Pflanze sehr gut beweglich. Es hat im Wesentlichen zwei Bedeutungen:

1.       Es beeinflusst durch seine osmotischen Eigenschaften Wasseraufnahme und Wasserhaushalt. Es steuert damit die Öffnung und das Schließen der Stomata (Spaltöffnungen der Blätter). Kaliummangel führt daher schnell zu Trockenstreß. Vom Blattrand her vertrocknen die Blätter. Ebenso wird bei Kaliummangel die Frosthärte und Krankheitsresistenz negativ beeinflusst.

2.       Kalium aktiviert mehr als 40 bekannte wichtige Enzymreaktionen. Z.B. die Biosynthese der Eiweiße, Vitamine, Zucker, Stärke und Zellulose.

Das Maximum der Kaliumaufnahme der Rebe erfolgt rund 4 Wochen nach der Blüte. Kurz vor dem Reifwerden der Beeren werden zusätzliche Kaliummengen in die Beeren verlagert. Dabei werden nahezu 80 % des Kaliums aus den Blättern dorthin umgelagert.

Magnesium

Magnesium hat seine größte Bedeutung als Bauteil des Chlorophylls und damit für die Synthese des Blattgrüns. Wichtig ist es dabei für die Photosynthese (Zuckerproduktion), die Atmung der Pflanze und des Stickstoffwechsels. Magnesium-mangel zeigt sich daher besonders in Gelbverfärbungen der Blätter.

Die verschiedenen Rebsorten zeigen sehr unterschiedliche Ausnutzungen des Magnesiums. Empfindliche Sorten sind z.B. Gewürztraminer und auch Riesling, die schnell empfindlich reagieren („Stiellähme“), wenn Magnesium (insbesondere in der Relation zu Kalium) fehlt.

Magnesium findet sich eher in Granitverwitterungsböden, während auf Sandboden Mangelerscheinungen häufiger auftreten.

Calcium

Das Calcium hat in der Zelle neben der entquellenden Wirkung (Gegenspieler des Kaliums) eine Reihe physiologischer Aufgaben. Längenwachstum und Zellvermehrung werden durch Calcium besonders gefördert. Auch das Wurzelwachstum wird durch Calcium gefördert, indem es im Boden zusammen mit den organischen Bestandteilen (Humus) stabile Bodenkrümel bildet und damit die Bodenreaktion und Verfügbarkeit nahezu aller Nährstoffe fördert.

Auf stark sauren (calciumarmen) Böden, wie sie an der Bergstraße glücklicherweise nur selten vorkommen, muß daher zuweilen gekalkt werden.

Bekanntestes Calcium-Mineral ist der Calcit, der in zahlreichen Formen in der Natur vorkommt.

Schwefel

Schwefel wird von der Rebe vorwiegend in der Form als Sulfation aufgenommen, Aber auch die Blätter nehmen es als SO2-Gas aus der Luft auf. Auch schwefelhaltige Spritzmittel können zur Schwefelversorgung beitragen.

Schwefel ist Bestandteil wichtiger Aminosäuren und somit für die Synthese von Proteinen und Vitaminen bedeutsam. Daher ist die Schwefelkonzentration gerade in den physiologisch aktiven Rebbestandteilen immer am höchsten.

Wegen der ausreichenden Versorgung aus der Luft sind Schwefelmangelsymptome bei der Rebe nicht bekannt.

Eisen

Die Eisenaufnahme der Rebe ist vor allem vom pH-Wert des Bodens abhängig. Dieser beeinflusst die Menge des pflanzenverfügbaren Eisens sehr stark. Bei überhöhten pH-Werten kommt es zur gefürchteten Eisenmangelchlorose. Da das Eisen für die Chlorophyllsynthese benötigt wird, führt Eisenmangel zur Gelbverfärbung der Blätter.

Alle Böden enthalten in der Regel ausreichende Mengen an Eisen, so dass wie beschrieben vor allem die Verfügbarkeit entscheidend ist, die durch unterschiedliche Bewirtschaftungstechniken gefördert werden kann. So fördert z.B. eine Begrünung auf kalkhaltigen Boden über den versauernden Effekt die Eisenaufnahme. Daher weisen unsere dauerbegrünten Bergsträßer Weinberge nur ganz selten Chloroseerscheinungen auf.

Bor

Das Bor wird von vielen als wichtigster Mikronährstoff bezeichnet. Es ist von besonders wichtiger Bedeutung für die Befruchtung und damit den Ertrag. Es ist in seiner Wirkung dem Phosphat-Ion zu vergleichen.

Bormangel führt besonders auf sauren und zugleich trockenen Böden zu schwersten Ertragsverlusten. Allerdings hat Borüberschuß denselben Effekt. Daher ist es für den Winzer wichtig, den optimalen Mittelwert zu halten. Unsere Bergsträßer Böden haben in der Regel mittlere Gehalte.

Bor wird vor allem in den Traubenkernen eingelagert. Bei der üblichen Rückführung der Traubentrester in den Weinberg muß der Winzer auf eine gleichmäßige Verteilung achten. Die häufig wiederholte Ablagerung des Tresters auf einem Platz (z.B. nur am Zeilenanfang) führt zu einem Bor-Überschuß mit starken negativen Folgen auf den Ertrag.

Zink

Die Bedeutung des Zinks für die Rebe bezieht sich vor allem auf seine Funktion bei der Aktivierung von verschiedenen Enzymen bei der Stickstoffsynthese.

Zinkmangel führt zu einem verminderten Längenwachstum und unsymmetrischen Blättern. Es kommt zu einer vermehrten Bildung von Seitentrieben („Besenwuchs“).

Phosphatüberschuß im Boden kann das verfügbare Zink im Boden binden. Daher ist eine reduzierte Phosphatdüngung automatisch günstig für die Rebe, weil sie den für die Zinkaufnahme schädlichen „Luxuskonsum“ der Rebe verhindert.

Zinkmangel tritt nur selten auf. Durch die Verwendung verzinkter Weinbergsdrähte und deren langsamer Verwitterung wird in der Regel ein ausreichender Nachschub sichergestellt.

Mangan

Die Funktion des Mangans in der Rebe entspricht in einigen Reaktionen dem Wirkungsmechanismus des Magnesiums. Ähnlich wie bei Zink ist die Aufnahme abhängig vom pH-Wert des Bodens. Durch Mangan werden verschiedene Enzyme der Eiweißsynthese aktiviert.

Auch bei diesem Nährstoff ist nicht die Höhe des Bodenvorrats maßgebend sondern die Verfügbarkeit., die z.B. auf kalkhaltigen Böden durch eine Dauerbegrünung gefördert werden kann.

 

Kupfer

Das Schwermetall Kupfer wird von der Rebe nur in winzigen Mengen aufgenommen. Es kommt innerhalb der Pflanze überwiegend nur in Wurzelteilen vor. Es hat eine gewisse Bedeutung bei der Photosynthese und kommt daher auch an den Chloroplasten, den Bauteilen des Chlorophylls häufiger vor.

Kupfermangel ist nicht bekannt, da durch Kupferspritzungen früherer Jahre (heute noch in „Ökobetrieben“ eher überhöhte Werte in den Weinbergsböden zu finden sind.

Molybdän

Ähnlich Zink und Kupfer wird Molybdän vorwiegend an den Rebwurzeln gefunden. Es ist die Metallkomponente verschiedener Enzyme und wird nur in geringem Umfang in die Zellen eingelagert. Mangelerscheinungen treten praktisch nie auf.

 

Veranstaltungen Auswahl

  • Wieder zum Leben erweckt:

    Zinfandel an der Bergstrasse..

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  • Jahrgangspräsentation
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  • Deutsche Weinkönigin Sonja Christ am Erlebnispfad
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  • Geführte Wanderung auf dem Erlebnispfad Wein & Stein
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  • Mandy Großgarten in Heppenheim

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  • Fackelwanderung mit der Bergsträsser Weinkönigin Weiterlesen...
  • Wein- und Sektfest der Bergsträsser Winzer eG

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  • Kulinarische Weingala
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  • Botschafterweinlese

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  • Neue Stationen am Erlebnispfad Weiterlesen...
  • Herbstwanderungen der "Teufelswinzer" am Erlebnispfad

    Immer am 3. Oktober!

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  • Öffentliche Weinprobe zum 60.Weinmarkt

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  • Adventsmarkt in der Bergsträsser Winzer eG

    Der traditionelle Adventsmarkt mit rund 50 Anbietern findet immer vom Freitag bis Sonntag  am 1.Adventswochenende statt.

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  • Sebastian Vettel Formel 1 Weltmeister!

    Der 14. November 2010 war ein bedeutsamer Tag für Heppenheim. Als jüngster Formel 1 Fahrer der Geschichte gewann Sebastian Vettel den Weltmeistertitel und wurde zum berühmtesten Sohn unserer Stadt.

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  • Bergsträsser Weinmarkt ...
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  • 9.10.2009 Botschafter der Bergstrasse

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  • Ausstellung „Lebendiger Weinberg“ in der Bergsträsser Winzer eG

    Weinberge sind uralte Bindeglieder von Natur und Kultur. Mit ihrer Strukturvielfalt, Trockenmauern, Steinriegeln, Böschungen, Lößwänden und vor allem ihrem milden und mediterranen Klima stellen sie einen wichtigen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen dar. Eine große Ausstellung zeigt die Facetten der Naturerlebnislandschaft Weinberg mit all ihren Schönheiten und erläutert Bedeutung und Funktion der speziellen Weinbergsflora und –fauna.

    Ausstellungsdauer der Wanderausstellung:

    Freitag 27.11.2009 (Eröffnung um 18:00 Uhr)

    bis 24.12.2009

    während der Öffnungszeiten der Bergsträsser Winzer eG

    zum Vorbericht zum Adventsmarkt in ECHO-Online

    und: Mit 50 Ausstellern neuer Rekord

    Weitere Infos zur Ausstellung hier (PDF-Datei):

    Bilderschau Flora und Fauna am Pfad

    Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Umweltakademie Baden-Württemberg mit zahlreichen Verbänden und Beteiligten:

    Ausführlich hier: http://www.lebendiger-weinberg.de