Panorama der Bergstraße

Aktueller Hinweis

2. Stern im Gault Millau 2012 für die Bergsträßer Winzer eG... Pfad News: Eine neue Station ist soeben fertig gestellt. Siehe unter Stationen "Aromabar"...

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Die Bodenprofile am Verkaufsgebäude der Bergsträsser Winzer eG PDF Drucken E-Mail
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Die Bodenprofile am Verkaufsgebäude der Bergsträsser Winzer eG
Böden aus Lößsubstraten
Böden aus Flugsand
Böden aus magmatischen Gesteinen
Böden aus Sandstein
Die Hauptböden in den Bergsträsser Weinlagen
Tonfilm: Prof. K.J. Sabel erläutert die Entstehung der Bodenprofile
Film über die Entnahme der Bodenprofile
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Sabine Knapp  20 000 Jahre Geschichte in einer Kiste

Guter Wein braucht nicht nur Sonne und einen guten Kellermeister. Auch das Fleckchen Erde, auf dem der Rebstock wächst, hat einen erheblichen Einfluss auf die Qualität der Trauben. Manche Kenner schmecken sogar, auf welchem Gestein die Reben gewachsen sind. Die Winzergenossenschaft Bergsträßer Winzer eG und der Unesco-Geopark Bergstraße-Odenwald stellen deshalb diesen Geopark-Erlebnispfad unter das Motto „Wein und Stein“.

Eine der ersten Stationen zeigt vier so genannte Kastenprofile von Weinbergsböden. Eines dieser Profile wurde in einer abenteuerlichen Aktion am Weinlagenweg zwischen Heppenheim und Bensheim entnommen.

Die Sonne scheint und es ist ein wunderbarer Herbsttag. Am Wegrand in der Weinlage Stemmler kratzen drei Männer vorsichtig mit Klappspaten und Maurerkellen in einer Böschung herum. Zwei junge Frauen joggen vorbei und rufen den Männern zu: „Was macht ihr denn da. Sucht ihr Erdnüsse?“ „Nein“, antwortet einer. „Wir suchen eine Parabraunerde. Die wollen wir in eine Kiste packen.“

Karl-Josef Sabel ist Leiter des Dezernats für Bodenschutz am Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG). Gemeinsam mit Martin Irle (HLUG) und Oliver Wegener, einem Bodenwissenschaftler der Uni Frankfurt, präpariert er die Stelle, an der das erste Bodenprofil für den Geopark-Erlebnispfad „Wein und Stein“ aus der Böschung entnommen werden soll.

Von Efeu und Laub befreit, wirkt die Böschung unerwartet wohlgeordnet. Direkt unter der Grasnarbe ist alles schwarz, darunter folgt ein dunkelbrauner Bereich und die untersten zwei Drittel der lockeren Erde sind hellgelb. Die hellen Klumpen zerbröseln in der Hand zu sandigem Staub. In den Fingerrillen bleibt ein mehliges Gelb zurück.

Exakt waagerecht und wie mit dem Lineal gezogen sind die Übergänge von den dunklen Stellen zu den helleren. „Horizonte“ nennen die Bodenkundler diese klar abgegrenzten Bereiche.

„In diesen feinen Sand- und Staubschichten können wir Bodenkundler lesen wie in einem Buch“, erläutert Sabel. „Das sind die Buchstaben vom Text unserer Landschaftsgeschichte. In dieser Böschung beispielsweise stecken gut 20 000 Jahre drin“. Der gelbe Staub, der in den Fingerrillen hängen bleibt, ist Löss – ein Gesteinsmehl aus den Alpen, das kalte Eiszeitwinde aus dem trockenen Flussbett des Rheins an die Hänge der Bergstraße geweht haben.

Erst seit 12 000 Jahren herrscht in Mitteleuropa ein etwas milderes Klima, in dem es öfters regnet. Das Wasser verwittert über die Jahrtausende den Löss. So bilden sich mit der Zeit die braunen und schwarzen Horizonte und es entsteht ein Boden, den die Fachleute „Parabraunerde“ nennen.

Auf der Krone der Böschung wachsen Haselnusssträucher. Das feine Gespinst ihrer Würzelchen durchzieht nur die dunklen Bereiche der Böschung. Aber warum sind im hellen Löss keine Wurzeln? Oliver Wegener erklärt das so: „Die Wurzeln sind dort, wo die Pflanzen auch etwas aus dem Boden heraus holen können. Ohne Verwitterung ist der Löss nicht fruchtbar, deshalb sind dort kaum Wurzeln.“ Sabel ergänzt: „Das ist so, als hätte jemand den Keller voller Konservendosen aber keinen Dosenöffner“. Die Pflanze kommt ohne Verwitterung nicht an die Nährstoffe.

Die Böschung ist vorbereitet und Oliver Wegener hält eine große rechteckige Holzplatte senkrecht gegen die glatte Fläche. Er zeichnet mit einem Spatel den Rand der Platte nach. Jetzt hat er die Größe des späteren Bodenprofils markiert. Mit Messern und Maurerkellen kratzt er rund um die Holzplatte die Erde weg. Ein Block von etwa zehn Zentimetern Tiefe ragt jetzt aus der Böschung. Nun stülpt er eine vorbereitete Holzkiste über den frei präparierten Erdblock.

Noch hängt der Bodenblock an der Böschung fest. Mit der Kraft seines ganzen Körpergewichts drückt Wegener die Kiste fest an den Block und löst diesen mit langen Messern und Spateln nach und nach ab. Jetzt wird’s spannend: Bleibt der Block unversehrt, wenn er die Kiste samt 120 Kilo Boden von der Wand abkippt? Diesmal hat’s geklappt. Wegener nimmt jetzt 20 000 Jahre Bergsträßer Landschaftsgeschichte in einer Holzkiste mit nach Wettenberg bei Wetzlar. Dort muss das Profil erst mal trocknen, bevor der zu Boden gewordene Eiszeitstaub mit einem Spezial-Lack fixiert werden kann.

 

Etwa drei Monate dauerte es, bis alle vier  Bodenprofile fertig waren. Seit April 2007 hängen sie hier am Hauptgebäude der Bergsträßer Winzergenossenschaft und geben den Besuchern des Geopark-Erlebnispfades „Wein und Stein“ einen außergewöhnlichen Einblick in die Jahrtausende alte Welt unter den Füßen.



 

Veranstaltungen Auswahl

  • Botschafterweinlese 2011

    zum Bericht in ECHO-Online.. und im morgenweb

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    Am 29.9.2011 fand die diesjährige Botschafterweinlese statt. Auf Einladung von Landrat Matthias Wilkes fanden sich mehrere "Botschafter der Bergstraße" im Weinberg auf dem Steinkopf ein. Sichtlichen Spaß machte Weinkönigin Melanie der Ritt auf einem alten Weinbergstrecker der Familie Rau. Mit Landrat Wilkes warb sie auch für die Herbstwanderung am Erlebnispfad Wein und Stein am 3. Oktober.

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    Unter der Aufsicht von Weinkönigin Melanie ernteten die Botschafter der Bergstraße über 50 historische Rebsorten für das Cuveé "Botschafter der Bergstraße".

    Die Lese war Live in der Steinkopfcam zu verfolgen.

    Klaus Schlapper ist bisheriger Rekordhalter: Er war bei allen 4 Leseterminen immer dabei.

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    Dr. Holger Zinke (B.R.A.I.N.-AG) konnte sich erinnern, dass er vor vielen Jahren genau im selben Weinberg - damals bei dem früheren Bewirtschafter - zur Lese dabei war. Er übernahm einer Tradition folgend die Aufgabe, die Lesetermine und Ergebnisse zu "protokollieren".

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    Die Blütenwegjazzer waren in Mehzahl mit Familie betreten und gaben den Ton an..

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    Dr. Jürgen Gromer, Präsident der TYCO-Electronics unterstützte ebenfalls die Familie Rai bei der Ernte des Weinbergs.

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    Mit 96 Grad Oechsle erzielte der Rotling (rote und weiße Sorten werden gemeinsam gekeltert) vom Heppenheimer Steinkopf das bislang deutlich beste Ergebnis. Rund 500 Flaschen werden es auch in diesem Jahr werden, die mit den Unterschriften aller Botschafter der Bergstraße auf dem Etikett eine besondere Rarität darstellen:

    Lisa Edling

    Timo Hildebrand

    Original Blütenweg Jazzer

    Klaus Schlappner

    Nicole Reinhardt

    Franz Lambert

    Reinhold Joest

    Dr. Jürgen Gromer

    Sebastian Vettel

    Walter Renneisen

    Harald zur Hausen

    Dr. Holger Zinke

    Botschafteretikett mit Unterschrift Sebastian Vettel

    Das Etikett des Botschafterweins. Ein Wein mit größter genetischer Vielfalt und mit den Unterschriften aller Botschafter der Bergstraße.

    mehr zum Thema historische Rebsorten

    Unten Bilder der Lese 2011

     

     

     

  • HESSEN trifft BADEN - Öffentliche Weinprobe

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  • Herbstwanderungen der "Teufelswinzer" am Erlebnispfad

    Immer am 3. Oktober!

    Weiterlesen...


  • Wein- und Sektfest der Bergsträsser Winzer eG

    Unser nächstes Wein- & Sektfest findet statt: 26.-28. August 2011

    Alljährlich findet am letzten Wochenende im August unser großes Wein- und Sektfest auf dem Gelände der Bergsträßer Winzer eG statt, zu dem wir Sie herzlich einladen. (so finden Sie uns)
    Neben einem Musikunterhaltung stehen Informationen rund um das Thema Wein- und Sekt auf dem Programm. Bei Kellereiführungen, Planwagenfahrten durch die Weinberge und Weinproben vermitteln wir wissenswertes um unseren Bergsträßer Weinbau, unsere edlen Weine und spritzigen Sekte.

    Das 3-Tage-Programm von Freitag bis Sonntag:
    Freitag, 26. August 2011

    19.00 Uhr
    RARITÄTENWEINPROBE
    "Riesling-Raritäten aus sechs Jahrzehnten"
    Unser Kellermeister Gerhard Weiß wartet mit exklusiven Bergsträßer Riesling-Weinen aus sechs Jahrzehnten in unserem Holzfasskeller auf. Lassen Sie sich von unseren Gaumenfreuden begeistern und fühlen Sie sich wohl bei interessanten Informationen rund um unsere Weine und den Bergsträßer Weinbau.
    Preis: 24,- EUR pro Person
    Karten sind bereits im Vorverkauf erhältlich.

    20.00 Uhr
    Musikunterhaltung
    Es erwartet Sie ein unterhaltsamer Abend auf unserem Hofgelände.
    Preis:
    Eintritt frei

    Samstag, 27. August 2011
    Unser Weinfest beginnt heute ab 16.00 Uhr ... besuchen Sie unsere Kellerführungen (bis 18.00 Uhr), Planwagenfahrten (bis 21.00 Uhr) und genießen Sie unsere Weine und Sekte.
    ABENDPROGRAMM:

    20.00 Uhr

    7. PRIMASECCO-NIGHT
    mit der "Swing Company Heidelberg"

     

     

    hier geht´s weiter zur Programm-Vorschau (Echo-Online)....

    mehr dazu (Echo-Online)

    und hier Infos zu einer neuen Attraktion am Pfad...

     

    BGW-Weinfest mit Attraktion: Wohltätige Versteigerung von "Vettel"-Sekt

    mehr (Echo-Online)

    Das dürfte nicht nur Formel 1-Fans interessieren. Am kommenden Sonntag, den 29. August 2010 versteigert die Bergsträßer Winzer eG während ihres 27. Wein- und Sektfest, drei von dem Heppenheimer Formel 1-Star handsignierte Doppelmagnum-Flaschen Sekt für wohltätige Zwecke.

    Während des "Sebastian Vettel´s Home Run" am 18. Juli in Heppenheim, nahm sich Sebastian Vettel die Zeit und signierte die Sektflaschen.

    Bei den Doppelmagnum-Flaschen mit drei Liter Inhalt, handelt es sich um extra-trockene Riesling Sekte aus der Lage Heppenheimer Schloßberg von der Bergsträßer Winzer eG.

    Der Erlös der versteigerten Flaschen wird zum einen dem Heppenheimer Matthias Degenhardt, der seit einem schweren Unfall im August letzten Jahres eine Querschnittslähmung davonträgt, zugute kommen. Ebenso werden "Nachbarn in Not und "Die Tafeln" (Bensheim) bedacht werden.

    Die Versteigerung der Sektflaschen findet während des Auftritts der Original-Blütenweg-Jazzer aus dem benachbarten Bensheim am Sonntag, 29. August um 12 Uhr statt. "Nicht nur das Publikum während des Jazzfrühschoppens kann an der Versteigerung teilnehmen, ab sofort können persönlich in unserem Weinfachgeschäft, oder per E-Mail (an Herrn Otto Guthier unter og@BWeG.de) Gebote eingereicht werden" betont Geschäftsführer Otto Guthier.

    Das 27. Wein- und Sektfest der BGW bietet auch in diesem Jahr wieder an drei Tagen ein abwechslungsreiches Programm. Neben Weinproben, Kellerführungen, Weinbergsrundfahrten, Musikunterhaltung stehen auch wieder Wanderungen auf dem Weinerlebnispfad "Wein & Stein" an. Diesem wird zudem am Freitag, 27. August um 19 Uhr die Urkunde "Höhepunkte der Weinkultur" verliehen. Diese Auszeichnung und Übergabe der Urkunde, wird von Frau Monika Reule, Chefin des Deutschen Weininstitutes an Herrn Reinhard Antes, Vorstandsvorsitzender der BGW und Herrn Reinhard Diehl vom UNESCO-Geopark verliehen. Besucher und Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen.

    Am Samstag, den 28. August findet wieder die beliebte "Primasecco-Night", begleitet von der Swing Company Heidelberg statt, bevor um 20.30 Uhr die Fackelwanderung über den Erlebnispfad startet.

    Am Sonntag, 29. August, ab 11 Uhr erwarten die Original Blütenweg-Jazzer zum Jazzfrühschoppen unsere Besucher. Ab 14.30 Uhr spielt Soundman Dirk Gugenberger mit Unterhaltungsmusik bis in die Abendstunden auf.

    Weitere Informationen und das komplettes Programm finden Sie im Internet unter www.BWeG.de.

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  • Mandy Großgarten in Heppenheim

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  • Bergsträsser Weinmarkt ...

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  • „Kulinarische Weingala“

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  • Jahrgangspräsentation

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  • "Geführte Wanderung auf dem Erlebnispfad Wein & Stein“

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  • Sebastian Vettel Formel 1 Weltmeister!

    Der 14. November 2010 war ein bedeutsamer Tag für Heppenheim. Als jüngster Formel 1 Fahrer der Geschichte gewann Sebastian Vettel den Weltmeistertitel und wurde zum berühmtesten Sohn unserer Stadt.

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