Wein statt Wasser?

Lehrpfad: Initiative: Bergsträßer Tropfen könnte am Winzerbrunnen sprudeln

HEPPENHEIM. „Und es werde Wasser zu Wein“. Dieses biblische Zitat aus dem Johannes-Kapitel über die Hochzeit von Kanaa könnte vielleicht bald in Heppenheim Wirklichkeit werden. Bei der Eröffnung des Erlebnispfades „Wein und Stein“ brachte Ulrike Mattig, Referatsleiterin im hessischen Wissenschaftsministerium, den Stein ins Rollen. Vor 50 Gästen am Le-Chesnay-Platz lobte sie die gute Kooperation mit den Winzern. „Da wäre es doch eine schöne Idee, wenn aus diesem Winzerbrunnen Wein statt Wasser fließen könnte“, wandte sie sich an Landrat Matthias Wilkes.
„Kein Problem“ lautete dessen spontane Antwort. In seinem anschließenden Grußwort nannte er das Beispiel Zwingenberg, wo dies bereits zu besonderen Anlässen praktiziert werde. Ob nun auch in Heppenheim zu besonderen Gelegenheiten Wein aus dem Brunnen fließen wird, müsse nun erst einmal technisch geprüft werden, war sich Wilkes mit Bürgermeister Gerhard Herbert einig. Sollte es dazu kommen, dann übrigens nicht zum ersten Mal.

Schon zur Eröffnung des Winzerbrunnens 1967 floss Federweißer aus den Rohren, berichtete der Vorsitzende des Verkehrs- und Heimatvereins, Helmut Engelhard berichten. Damals sei der junge Wein sogar kostenlos aus dem Brunnen geflossen, was wohl dazu beigetragen habe, dass an der damaligen Einweihung des Winzerbrunnens rund 3000 Heppenheimer teilnahmen, wie er schmunzelnd bemerkte.

Engelhard unterstrich die besondere Beziehung des Vereins zu dem Platz der offiziellen Eröffnung des „Wein und Stein“-Erlebnispfades. Zum hundertjährigen Bestehen des Verkehrs- und Heimatvereins vor 40 Jahren sei ihm der Winzerbrunnen vom Land Hessen mit Unterstützung der Stadt Heppenheim geschenkt worden. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Heppenheim den Brunnen, aus dem Jahre lang auch kein Wasser mehr geflossen war, wieder instand gesetzt.

Quelle: Echo-Online · 30.4.2007

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